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Rad EM: Termine, Rennen und alle Infos zur Radsport EM
Vom 2. bis 7. Oktober 2026 kämpft Europas Radsportelite in Slowenien um Titel. Hier findest du Termine, Rennen, Favoriten und Hintergründe zur Rad EM.
Anfang Oktober schaut die Radsportwelt nach Slowenien. Dort fällt die Entscheidung bei der Straßen-Europameisterschaft 2026. Profis fahren hier nicht für ihre Teams, sondern im Nationaltrikot. Das sorgt für ungewohnte Konstellationen und spannende Rennen. In diesem Beitrag erfährst du, wann und wo gefahren wird, welche Titel vergeben werden und wer zu den Favoriten zählt. Mehr Berichte rund um Wettkämpfe findest du in unserer Themenwelt „Radrennen“. Und falls dich das Material der Profis interessiert: Unser Rennrad Test 2025: Die besten Rennräder im Vergleich zeigt aktuelle Top-Modelle.
Radsport EM im Überblick
Mit „Rad EM" ist meist die Straßenradsport-Europameisterschaft gemeint. Veranstalter ist der Europäische Radsportverband UEC. Die Titelkämpfe gibt es seit 1995, anfangs nur für Junioren und U23. Elite-Rennen kamen erst 2016 dazu. Daneben richtet die UEC eigene Europameisterschaften auf der Bahn, im Cyclocross und im Mountainbike aus.
2026 ist Slowenien erstmals Gastgeber. Offizieller Austragungsort ist Ljubljana, das sportliche Zentrum liegt aber in Šenčur, rund 20 km nördlich der Hauptstadt. Vom 2. bis 7. Oktober treten 800 Fahrerinnen und Fahrer aus über 50 Ländern in 14 Rennen an. Neu ist die Reihenfolge: Erst fallen die Entscheidungen in den Straßenrennen, danach folgen die Zeitfahren.
Herzstück ist ein gut 22 km langer Rundkurs. Der Schlüsselanstieg führt nach Možjanca: 2,1 Kilometer mit durchschnittlich 10,2 Prozent. Die Elite-Männer fahren ihn fünfmal auf 196,3 km, die Elite-Frauen zweimal auf 130 km. Die letzte Kuppe liegt jeweils rund 13 km vor dem Ziel. Der Kurs ist damit klar auf Kletterer und Puncheure zugeschnitten.
Wer sich für die großen Eintagesrennen interessiert, sollte auch unseren Beitrag „Monumente des Radsports: Die 5 wichtigsten Klassiker im Überblick“ lesen. Ganz andere Dimensionen erreichen Langstreckenfahrer, wie unser Artikel „Ultracycling: Warum Ultra-Radrennen so reizvoll sind“ zeigt.
Rad Europameisterschaft: Welche Rennen gibt es?
Vergeben werden Titel in den Klassen Elite, U23 und Junioren. Auf dem Programm stehen Straßenrennen, Einzelzeitfahren und die Mixed-Staffel.
| Disziplin | Kategorien | Besonderheit |
|---|---|---|
| Straßenrennen | Elite, U23, Junioren (Frauen und Männer) | Männer Elite: 196,3 km ab Ljubljana, Ziel in Šenčur |
| Einzelzeitfahren | Elite, U23, Junioren (Frauen und Männer) | Gut 22 km, inklusive Anstieg nach Možjanca |
| Mixed-Staffel | Elite, Junioren | Männer und Frauen einer Nation im Team |
Zeitplan im Überblick: Den Auftakt machen am Freitag, 2. Oktober, die U23-Straßenrennen. Am Samstag, 3. Oktober, fahren die Elite-Frauen, am Sonntag, 4. Oktober, die Elite-Männer. Danach folgen Mixed-Staffeln und Einzelzeitfahren bis zum 7. Oktober. Im Fernsehen überträgt unter anderem Eurosport.
Radsport hat aber noch viel mehr Facetten. Wie es im Gelände zur Sache geht, erfährst du unter Cyclocross: Rennen, Hindernisse, herzlich willkommen. Die Faszination auf der Bahn beschreibt unser Beitrag „Bahnradsport: Das Sechstagerennen gestern und heute“.
Rad EM: Favoriten, Nationen und deutsche Chancen
Titelverteidiger bei den Männern ist Tadej Pogačar. Nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta gilt ein Start bei der Heim-EM jedoch als unwahrscheinlich. Sein Team UAE hat erklärt, dass es keine Pläne für weitere Rennen in diesem Jahr gibt. In Slowenien hofft man trotzdem noch auf ein Comeback.
Auch ohne ihn ist das Feld hochkarätig. Angekündigt sind unter anderem Primož Roglič, Remco Evenepoel, Mathieu van der Poel und Tom Pidcock. Bei den Frauen ist Demi Vollering die Gejagte. Sie ist amtierende Europameisterin und holte eine Woche vor der EM in Montréal ihr erstes Regenbogentrikot. Die WM der Männer gewann überraschend der US-Amerikaner Brandon McNulty. Mathieu van der Poel holte dort Bronze und reist mit guter Form an.
Traditionell stark sind die Niederlande: Bei den Frauen gingen bisher sieben EM-Titel an niederländische Fahrerinnen. Bei den Männern liegt Italien mit vier Siegen vorn. Dazu kommt der Heimvorteil für Slowenien.
Deutsche Chancen: Das Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für die EM 2026 stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die offiziellen Nominierungen veröffentlicht der BDR auf rad-net.de. Auf dem kletterlastigen Kurs dürften vor allem ausdauernde Allrounder Chancen haben.
Rad EM und Hobby-Radsport: Was Fans daraus mitnehmen können
Ein EM-Rennen ist nicht nur spannend zum Zuschauen. Es liefert auch Ideen für dein eigenes Training.
- Training: Der Anstieg nach Možjanca zeigt, worauf es ankommt: kurze, steile Rampen mehrmals hintereinander. Such dir einen Hügel in deiner Nähe und fahre ihn in Intervallen. Wie du dein Training sinnvoll aufbaust, erklärt Rennrad Training: Alles, was du wissen solltest.
- Ernährung: Profis essen und trinken im Rennen nach Plan. Auch auf längeren Hobbyrunden lohnt sich das. Unser Beitrag „Ernährung im Radsport: Was dein Körper wirklich braucht“ gibt dir die Grundlagen.
- Ausrüstung und Aerodynamik: Im Zeitfahren entscheiden oft Sekunden. Schon kleine Änderungen an deiner Sitzposition bringen dir spürbar mehr Tempo. Tipps findest du unter Rennrad-Tipps für ein Maximum an Aerodynamik.
- Tourenmotivation: Vielleicht inspiriert dich die EM zu einer eigenen Tour durch Slowenien. Damit du an alles denkst, hilft dir unsere Fahrradtour Packliste: Checkliste für den perfekt geplanten Radurlaub.
Rad EM 2026: Ergebnisse und Highlights im Überblick
- Straßenrennen Männer: Remco Evenepoel (Belgien) gewann nach einem packenden Fotofinish vor Giulio Ciccone und Christian Scaroni (beide Italien).
- Straßenrennen Frauen: Demi Vollering (Niederlande) verteidigte ihren EM-Titel mit einer erfolgreichen Soloattacke. Silber ging an Puck Pieterse, Bronze an Marlen Reusser.
- Einzelzeitfahren: Primož Roglič (Slowenien) feierte vor heimischem Publikum seinen ersten EM-Titel. Bei den Frauen holte Marlen Reusser (Schweiz) Gold.
- Mixed-Staffel: Frankreich sicherte sich den Europameistertitel vor Italien und Luxemburg.
- Deutsche Highlights: Antonia Niedermaier erreichte Platz fünf im Straßenrennen der Frauen, Emil Herzog wurde Siebter bei den Männern. Juniorin Klara Dworatzek gewann Bronze.
- Besonderer Moment: Rund 200.000 Zuschauer verfolgten das Straßenrennen der Männer entlang der Strecke. Der Slowene Luka Mezgec beendete bei seiner Heim-EM seine Profikarriere.
Fazit – Warum die Rad EM spannend ist
Die Rad EM hat sich in nur zehn Jahren mit Elite-Rennen fest im Kalender etabliert. Nationalteams statt Profirennställe sorgen für neue Konstellationen und offene Rennen. 2026 kommt ein selektiver Kurs mit viel Heimatmosphäre dazu. Für Fans ist das beste Unterhaltung, für Hobbyradelnde eine echte Inspirationsquelle. Wie weit Leidenschaft fürs Rad tragen kann, zeigt die Geschichte von Lael Wilcox: Weltumrundung mit dem Fahrrad in 108 Tagen. Und bevor du selbst Gas gibst: So gelingt das richtige Aufwärmen vor dem Rennradtraining.
Häufige Fragen zur Rad EM
Wo findet die Rad EM statt?
Die Straßen-EM 2026 findet in Slowenien statt. Offizieller Austragungsort ist Ljubljana, die meisten Rennen enden im nahen Šenčur.
Wer ist der Rad-Europameister?
Titelverteidiger aus dem Jahr 2025 sind Tadej Pogačar bei den Männern und Demi Vollering bei den Frauen. Die neuen Europameister im Straßenrennen stehen am 3. und 4. Oktober 2026 fest.
Wer ist Rad Weltmeister geworden?
Bei der WM 2026 in Montréal gewann Brandon McNulty das Straßenrennen der Männer. Bei den Frauen holte Demi Vollering den Titel.
Wer ist der aktuelle Straßenrad-Weltmeister?
Aktueller Weltmeister im Straßenrennen der Männer ist der US-Amerikaner Brandon McNulty. Er löste Tadej Pogačar ab, der verletzungsbedingt fehlte.
Wo und wann finden die Radrennen in Europa im Jahr 2026 statt?
Nach der WM folgt vom 2. bis 7. Oktober die EM in Slowenien. Kurz darauf steht mit Il Lombardia am 10. Oktober noch ein großer Klassiker in Italien auf dem Programm.





