E-Scooter Unfall
Wie viele Unfälle passieren mit E-Scootern? (Bild: Михаил Решетников – stock.adobe.com )

E-Scooter Unfälle: Zahlen, Daten, Fakten

E-Scooter Unfälle: Alles Wissenswerte gemäß Statistik: ✓ Unfallursachen ✓ Anzahl an Personenschäden ✓ Unfalltote ► Jetzt informieren!

  • 5 Min.
  • 16/12/2025 - 10:37
  • David von linexo
Auf einen Blick

E-Scooter sind aus dem Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich großer Beliebtheit. Laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) rollten 2023 rund 990.000 E-Roller durch Deutschland – knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr E-Scooter auf der Straße bedeuten leider auch mehr Unfälle. Dieser Negativtrend wirft Fragen zur Sicherheit und Haftung auf. In unserem Ratgeber beleuchten wir die aktuelle Statistik über Unfälle mit E-Scootern. Dabei analysieren wir die häufigsten Ursachen und klären, wer bei solchen Unfällen haftet. Egal, ob du selbst mit einem E-Scooter unterwegs bist oder einfach nur mehr über die Risiken erfahren möchtest – hier findest du alle wichtigen Informationen.

E-Roller-Unfälle: Rechtliche Regeln für E-Scooter in Deutschland

E-Scooter sind in Deutschland seit dem Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge am 15. Juni 2019 im Straßenverkehr zugelassen. Sie zählen rechtlich als Kraftfahrzeuge und unterliegen damit der Versicherungspflicht. Es ist wichtig, dass E-Scooter-Fahrer Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen. Ist dies nicht möglich, müssen sie auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen. Das Fahren auf Gehwegen ist strikt verboten.

Für einen E-Scooter brauchst du keinen Führerschein, musst aber mindestens 14 Jahre alt sein. Die allgemeinen Alkoholgrenzen gelten auch für elektrische Roller: bei 0,5-Promille ist Schluss. Unter 21 Jahren darfst du gar keinen Alkohol getrunken haben, wenn du anschließend auf deinen E-Scooter steigst. Die Regelungen für E-Scooter dienen der Sicherheit im Straßenverkehr und helfen, E-Roller-Unfälle zu vermeiden.

Destatis: So viele E-Scooter-Unfälle passierten 2024

2024 registrierte die Polizei nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 11.944 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das ist ein Anstieg um 26,7 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor mit 9.425 Unfällen. Bei diesen E-Roller-Unfällen kamen leider 27 Menschen ums Leben – eine Zunahme gegenüber den 22 Toten aus dem Vorjahr. 1.513 Menschen wurden schwer verletzt. Knapp 84 Prozent der Verunglückten fuhren zum Unfallzeitpunkt selbst einen E-Scooter, darunter auch sämtliche Todesopfer.

Die meisten E-Roller-Unfälle ereignen sich in Großstädten: 2024 wurden 53,7 Prozent aller E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern verzeichnet. Zum Vergleich: Bei Unfällen mit Pedelecs lag dieser Anteil bei 29,6 Prozent, bei Unfällen mit unmotorisierten Fahrrädern bei 45,1 Prozent.

Fast ein Drittel (30,9 Prozent) der Elektroroller-Unfälle mit Personenschaden passierte in Städten mit mindestens 500.000 Einwohnern. Hier wieder der Vergleich: Nur 12,2 Prozent der Pedelec-Unfälle und 26,7 Prozent der Fahrradunfälle ohne Motor trugen sich im gleichen Zeitraum in den Metropolen zu.

Elektroroller-Unfälle: Das sind die häufigsten Unfallursachen

Ein Elektroroller wirkt spielerisch und unkompliziert. Die aktuellen Nachrichten über Verletzungen und Todesfälle zeigen aber, welchem Risiko die Fahrer ausgesetzt sind. Schauen wir auf die Unfallursachen: Nach Polizeiangaben lassen sich E-Scooter-Unfälle oft nicht auf einen einzigen Anlass zurückführen. Vielmehr summiert sich das Fehlverhalten, das zum Unglück führt. Mit einem Anteil von 21,2 Prozent war dabei die falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege Ursache für Unfälle mit dem E-Scooter.

Bei 12,4 Prozent war Alkoholeinfluss bei den Rollerfahrern unfallverursachend. Bei Unfällen mit zulassungsfreien Krafträdern sowie Kleinkrafträdern lag dieser Anteil 2024 nur bei 5,9 Prozent, bei Fahrradunfällen bei 7,8 Prozent. Das dritthäufigste Fehlverhalten bei E-Roller-Unfällen war nicht angepasste Geschwindigkeit (8,0 Prozent), gefolgt von der Missachtung der Vorfahrt (6,2 Prozent).

Diese traurigen Zahlen verdeutlichen: Von Unfällen betroffene E-Scooter-Fahrer missachten häufig die Verkehrsregeln – eine besondere Herausforderung für die Verkehrssicherheit in urbanen Räumen.

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E-Scooter wurde von Auto angefahren
Wie viele Unfälle ereigneten sich mit anderen Verkehrsteilnehmenden? (Bild: Ewa Leon – stock.adobe.com )

Viele E-Scooter-Unfälle ereignen sich beim Alleinfahren

Laut Destatis spielten 2024 E-Roller-Unfälle eine im Gesamtvergleich geringe Rolle. An den insgesamt 290.701 Verkehrsunfällen mit Personenschaden waren lediglich an 4,1 Prozent Elektroroller beteiligt – jedoch gibt es eine Steigerung zum Vorjahr (3,2 Prozent).

Von den 11.944 E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden waren rund ein Drittel Alleinunfälle. Das bedeutet: Keine weiteren Verkehrsteilnehmer waren involviert und die Fahrer selbst verantwortlich. Alleinunfälle enden oft tragisch: 14 der 27 Todesfälle bei E-Scooter-Unfällen ereigneten sich ohne Beteiligung anderer. Auch 35,3 Prozent der Verletzten kamen bei Alleinunfällen zu Schaden.

Die übrigen rund zwei Drittel der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden (7.948) waren Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Insgesamt 5.302 dieser Zusammenstöße erfolgten zwischen Pkw und E-Scootern. 50,5 Prozent der dabei verunglückten E-Scooter-Fahrer zogen sich Verletzungen zu, sieben kamen zu Tode. Bei Unfällen mit anderen trugen die Personen auf dem E-Scooter zu 47,6 Prozent die Hauptschuld. Im Vergleich dazu waren an 1.140 E-Roller-Unfällen Radfahrende beteiligt. Diese Unfälle führten jedoch nur in 4,7 Prozent der Fälle zu Verletzungen bei den E-Scooter-Fahrern.

E-Roller-Unfälle sind auch eine Altersfrage

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Statistik: Elektroroller-Unfälle treffen besonders oft junge Menschen. Fast die Hälfte der nach einem schweren Sturz tödlich verunglückten, in die Unfallchirurgie eingelieferten oder mit Prellungen davongekommenen Fahrer war jünger als 25, 82 Prozent unter 45 Jahren. So zeigt sich auch am Unfallgeschehen, dass E-Scooter vor allem von jüngeren Menschen genutzt werden. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zur Risikofreude.

Die Destatis-Studie macht keine Angaben, inwiefern bei den ermittelten E-Scooter-Unfällen Helme getragen wurde. Dabei wäre gerade dieser Umstand für uns alle interessant. Denn wie beim Fahrrad gibt es auch für Fahrten mit dem Elektroroller keine Helmpflicht. Doch dürften wie beim Bikefahren besonders schlimme Verletzungen am Kopf von einem speziellen E-Scooter-Helm deutlich gemildert werden.

Unfälle E-Scooter: die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

  • Steigende Unfallzahlen: Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden stieg 2024 um 26,7 Prozent auf insgesamt 11.944 Unfälle.
  • In zwei Jahren verdoppelte Todesopfer: Im Vergleich zu 2022 hat sich die Zahl der Todesopfer bei E-Roller-Unfällen von 11 auf 27 mehr als verdoppelt.
  • Hauptursachen: Häufigste Unfallursachen waren die falsche Fahrbahnnutzung und das Fahren unter Alkoholeinfluss.
  • Verteilung nach Altersgruppen: 48,6 Prozent der verunglückten E-Scooter-Fahrenden waren jünger als 25 Jahre, 82 Prozent immer noch jünger als 45 Jahre. Senioren ab 65 Jahren machten dagegen nur 3,3 Prozent der Verunglückten aus.
  • Unfallbeteiligung im Vergleich: Der Anteil älterer Menschen unter den 2024 verunglückten Radfahrenden lag deutlich höher bei 20,5 Prozent.
  • Steigender Anteil der Unfälle mit E-Scooter: Der Anteil von E-Scootern am Unfallgeschehen ist vergleichsweise noch immer gering, steigt aber jedes Jahr weiter.
FAQ

Häufige Fragen zu E-Scooter Unfällen

Wie viele Unfälle mit E-Scootern gab es 2024 in Deutschland?

Die Polizei verzeichnet 11.944 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. 26,7 Prozent mehr als 2023.

Wie viele E-Scooter gibt es in Deutschland?

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) ermittelte für 2023 rund 990.000 E-Roller – knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie viele Menschen wurden 2024 bei Elektroroller-Unfällen verletzt?Wie viele Menschen wurden 2024 bei Elektroroller-Unfällen verletzt?

1.513 Menschen wurden bei E-Scooter-Unfällen schwer verletzt, 27 Personen starben an den Folgen des Unfalls.

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