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Spreeradweg – eine Flusstour mit tausend Kontrasten
Der Spreeradweg verspricht aufregende sechs Tage im äußersten Osten Deutschlands. Die abwechslungsreiche Radroute glänzt mit ihrem hohen Erlebniswert.
Der Spreeradweg führt durch drei Bundesländer und drei faszinierende Landschaften. In Sachsen startest du im Oberlausitzer Bergland. Später öffnet sich dir eine flache Heide mit vielen Seen. Dann passierst du den Spreewald in Brandenburg und kannst in Berlin sogar noch das Weltstadtfeeling auskosten. Auf fast 400 Kilometern wirst du die vielfältigsten Spreeradweg-Erfahrungen machen. Die in ein riesiges Seengebiet umgewandelten ehemaligen Braunkohletagebaue sind nur eine von vielen Überraschungen. Weil die Tour konditionelle Anforderungen stellt, solltest du eine gewisse Fitness mitbringen. Viele fahren den Spreeradweg als Gruppenreise. Wenn ihr auf einem Level seid, könnt ihr euch gegenseitig motivieren und schöne Erlebnisse teilen. Noch mehr Ideen für kommende Radreisen findest du in unserem Artikel über die zehn schönsten Radwege Deutschlands.
Der Spreeradweg im Streckenverlauf
Die Radreise fährt sich am besten in sechs Etappen. Du kannst die drei Spreequellen im Bergland einzeln abradeln oder startest nach unserer Tourenbeschreibung in Ebersbach. Bis Bautzen sind einige Höhenunterschiede zu überwinden. Wenn du die 1000-jährige Stadt hinter dir gelassen hast, flacht sich die Strecke ab. Es geht vorbei an zahllosen Teichen, die aus Tagebau-Restlöchern entstanden sind. Von der einstigen industriellen Nutzung der Landschaft merkst du heute nichts mehr. Das hier entstandene Biosphärenreservat ist stattdessen ein Fest für die Augen. Auf der Route nach Cottbus befinden sich viele Sehenswürdigkeiten wie Schlösser, Parks und Naturdenkmale. Der sich anschließende Spreewald ist eine einzigartige Landschaft, die allein schon die Tour auf dem Spreeradweg lohnt. Immer am Fluss entlang kommst du schließlich nach Berlin. In Köpenick endet der Radweg. Die Spree fließt aber noch ein Stück weiter und mündet in Spandau in die Havel.
Spreeradweg Etappe 1: Ebersbach-Neugersdorf – Bautzen
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Am Start in Ebersbach fließen die aus drei Richtungen kommenden Spreequellen zusammen. Über Dörfer und Städtchen in der sächsisch-böhmischen Grenzregion geht es nach Bautzen in der Oberlausitz.
- Highlights: historische Altstadt von Bautzen, Heimat- und Humboldtmuseum in Walddorf, museales Reiterhaus in Neusalza-Spremberg
Spreeradweg Etappe 2: Bautzen – Spremberg
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Es wird etwas flacher. Du durchquerst die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Die renaturierten Tagebau-Restlöcher bildet heute das größte künstliche Seengebiet Europas.
- Highlights: Saurierpark in Kleinwelka, Haus der Tausend Teiche in Wartha, Landschaftspark Bärwalde See, Schloss Uhyst
Spreeradweg Etappe 3: Spremberg – Burg
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Nach einer Fahrt durch die schöne Flusslandschaft erreichst du auf der halben Etappe Cottbus. Danach verzweigt sich die Spree wie das Wurzelwerk eines Baumes: Jetzt bist du im Spreewald angekommen. In Cottbus trifft deine Route übrigens auf den Gurken-Radweg, der durchs UNESCO Biosphärenreservat Spreewald führt.
- Highlights: Talsperre Spremberg, barockes Cottbus, Erlebnispark Teichland, Heilquellentherme und Kahnfahrten in Burg
Spreeradweg Etappe 4: Burg – Alt Schadow
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Und schon befindest du dich in einer Landschaft, die es so in Mitteleuropa kein zweites Mal gibt. Im Spreewald verzweigt die Spree in 200 Flussarme. Aber keine Sorge: Der hier über Asphalt und Feinsplitt führende Spreeradweg bleibt trocken!
- Highlights: die sehenswerten Spreewaldstädte Lübben und Lübbenau, Freizeitpark Tropical Island
Spreeradweg Etappe 5: Alt Schadow – Fürstenwalde
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Auf der vorletzten Etappe verlässt du den Spreewald. Der Fluss wird nun deutlich breiter. Urtümliche Auwälder und kleine Siedlungen säumen deinen Weg. Vor Fürstenwalde musst du in Leißnitz die letzte handbetriebene Fähre Brandenburgs zur Flussüberquerung nutzen.
- Highlights: Burg Beeskow, Domstadt Fürstenwalde mit ihren berühmten Parks, Badeausflug zum Scharmützelsee
Spreeradweg Etappe 6: Fürstenwalde – Berlin-Köpenick
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Einer der Spitznamen von Berlin ist „Spree-Athen“. Und dorthin führt der letzte Abschnitt auf dem Spreeradweg. Noch einmal entfaltet sich die idyllische Landschaft entlang der vielen Flussschleifen. Hinter Erker schnupperst du bereits Großstadtluft. Und an der „Langen Brücke“ in Köpenick ist diese schöne Radreise am Ziel angelangt.
- Highlights: Großer Müggelsee mit Aussichtsplattform auf dem Müggelturm, Schlossplatz und Barockschloss Köpenick
Wegbeschaffenheit und Beschilderung auf dem Spreeradweg
Die Streckenverhältnisse sind recht unterschiedlich: Mal geht es auf ruhigen Nebenstraßen und asphaltierten Radwegen voran. In einigen Regionen bist du auch mal ein Stück auf festem Sandboden oder auf Splitt unterwegs. Das Höhenprofil im Auf und Ab hält sich in jeder Etappe in etwa die Waage. Im Lauf der Tour wird die Strecke aber immer weniger anstrengend. Die Schilder zeigen einen blauen symbolischen Fluss mit der Aufschrift Spree. In einigen Abschnitten fehlt jedoch die Beschilderung. Vor allem dort, wo andere Radwege auf die Route treffen, lohnt ein Blick auf die Zielbeschildung. Dennoch gilt die Streckenführung als einfach zu navigieren. Auf der gesamten Route gibt es E-Bike Ladestationen.
Unsere Tipps für deine Radtour auf dem Spreeradweg
Touren über mehrere Tage wollen gut vorbereitet sein. Was alles auf die Packliste gehört, verrät dir unser Fahrradtour-Special. Und bei der digitalen Tourenplanung hilft dir unser Ratgeberartikel. Außerdem gut zu wissen:
- An- und Abreise. Mit der Bahn erreichst du Ebersbach-Neugersdorf über Dresden mit der Länderbahn Trilex. Am Ziel ist es einfacher. Von Berlin aus stehen dir praktisch alle Verkehrs- und Verbindungsmöglichkeiten offen.
- Spreeradweg-Unterkünfte. Ausgewählte Hotels und Ferienwohnungen empfiehlt die Webseite zur Radroute. In den Städten und vor allem im Touristenmagnet Berlin ist rechtzeitiges Buchen angesagt!
- Karte vom Spreeradweg. Ein klassisches 10-Blatt-Kartenset bietet unter anderem dieser Onlineshop an.
- Navigation. Auf einer mehrtägigen Tour gibt es immer Punkte, an denen dir auch die Karte nicht richtig helfen kann. In unserem Artikel über die besten Radtour-Apps findest du alles über die perfekte Navi-Ausstattung.
- Sicherheit. Wir drücken dir die Daumen, dass du eine pannenfreie Tour hast und dein Bike nicht unfreiwillig den Besitzer wechselst. Für den Fall der Fälle schützt dich eine maßgeschneiderte Fahrradversicherung von linexo.
Unser Tipp:
Hol dir die linexo-App. Dann hast du alle Tourdaten stets parat und kannst wertvolle Schutzfunktionen nutzen – zum Beispiel unseren Pickup-Service bei einer Panne.
Fazit: Viele positive Spreeradweg-Erfahrungen
Der Spreeradweg ist sicher nicht die leichteste Tour. Aber mit einer guten Grundfitness hast du eine facettenreiche Radreise in den unterschiedlichsten Landschaftstypen vor dir. Die Route eignet sich gut für einen Radurlaub, den du mit Kulturgenuss, Shopping oder Party in der Metropole Berlin abrunden kannst.
Die häufigsten Fragen zum Spreeradweg
Wo verläuft der Spreeradweg?
Der Spreeradweg folgt fast 400 Kilometer dem Lauf der Spree. Er führt von den Quellen im Oberlausitzer Bergland bis zur Mündung in die Havel in Berlin.
Wo genau fließt die Spree entlang?
Die Spree fließt durch die drei Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin. Aus dem Bergland kommen, führt ihr Verlauf durch die Lausitzer Heide- und Teichlandschaft sowie durch den Spreewald.
Wo endet der Spreeradweg?
Nach fast 400 Kilometern endet der Spreeradweg offiziell an der „Langen Brücke“ im Berliner Stadtteil Köpenick.





